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11 Fakten über Island

Vulkane, Geysire, Nordlichter, Gletscher und endlos lange, dunkle Winternächte – Island, die Insel im hohen Norden, ist ein einziges Naturphänomen. Dass das die Isländer*innen ganz besonders kreativ macht, ist gemeinhin bekannt. Einige von ihnen hört Ihr bei unserem Islandfest „Sounds of Iceland“ vom 14.–17.11.

Zur Vorbereitung haben wir für Euch 11 spannende Fakten für die Konzertpausen gesammelt:

1. Die Sache mit den Namen

Isländische Telefonbüchen haben eine Besonderheit – sie sind nach den Vornamen sortiert! Das liegt daran, dass isländische Familien keine einheitlichen Nachnamen haben. Der Nachname setzt sich immer aus dem Namen des Vaters (manchmal auch der Mutter) und einem –son für „Sohn“ oder einem –dóttir für „Tochter“ zusammen. Damit wäre auch klar, wie der Vater unserer Konzerthaus-Geigerin Gerður Gunnarsdóttir heißt… Sie steht am 16.11. mit „Essence of North“ auf unserer Bühne.

2. Islandpferde

Nur, wenn es noch nie in seinem ganzen Leben die Insel verlassen hat, darf ein Islandpferd als „Islandpferd“ bezeichnet. Das geht auf strenge Zuchtgesetze für die kleinen Pferde zurück, die Islands ganzer sind. Verlassen sie ihre Heimatinsel dann aber, dürfen sie nicht mehr zurückkehren, damit sie keine neuen Krankheiten einschleppen können. Die Tiere haben übrigens außer den drei üblichen Gangarten noch zwei weitere im Repertoire: „Tölt“ und „Rennpass“.

3. Das Lied von Eis und Feuer

Island wird nicht ohne Grund „Die Insel aus Feuer und Eis“ genannt. Die gegensätzliche Natur ist überwältigend. Während das Wasser an manchen Stellen brodelnd als Geysir an die Oberfläche geschleudert wird, bildet es anderenorts in gefrorener Form den größten Gletscher Europas. Außerdem gibt es 130 Vulkane, von denen aktuell rund 30 potenziell aktiv sind! Inspiriert von dieser Naturgewalt sind auch die Jazzer von ADHD, die euch am 15.11. einheizen.

4. Nationalfarben

Naturverbundenheit schlägt sich nicht nur in Musik, sondern überall in der isländischen Kultur nieder. Sogar die Nationalflagge ist von den außerordentlichen Kontrasten dort inspiriert: Die Grundfarbe Blau steht für den Atlantischen Ozean, das Rot des Kreuzes für die Lava der vielen Vulkane und das Weiß für das Eis der Gletscher.

5. Björk

Islands berühmteste Künstlerin ist natürlich Björk. Die in Reykjavík geborene Sängerin, Komponistin, Produzentin und Schauspielerin nahm ihr erstes Album bereits im Alter von 11 Jahren auf. Sie ist ein Riesenfan von Jófríður Ákadóttir, die am 14.11. mit ihrem Projekt JFDR unser Festival eröffnet. Das Streichquintett Wooden Elephant nimmt sich am 16. November Björks Album „Homogenic“ vor, das dadurch einmal ganz anders tönt.

6. In Originalsprache

Man kann sich auf der Insel vollkommen unproblematisch auf Englisch verständigen. Trotzdem lohnt es sich, die einheimische Sprache zu lernen. Dann kann man nämlich Texte aus den letzten 1000 Jahren im Original lesen: Die Sprache hat sich seit ihrer Entstehung fast nicht verändert. Wie wunderbar isländische Lieder klingen, hört Ihr auch bei unserer Singer Songwriter-Nacht am 16.11.!

7. Die Sache mit den Elfen

Viele Isländer*innen glauben bis heute an Feen und Elfen – ungefähr 60% der Inselbevölkerung sind überzeugt, dass man sich die Insel mit ihnen teilt. Um sie nicht zu stören und ein friedliches Zusammenleben zu sichern, werden sogar Straßenpläne geändert. Außerdem existiert eine Elfenschule, die den Menschen den richtigen Umgang mit Naturgeistern beibringen möchte – Kurse, die möglicherweise eher von folklorebegeisterten Gästen als von Einheimischen nachgefragt werden dürften?

8. Weniger ist mehr

Island ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Erst im Jahr 2006 zählte das Land zum ersten Mal über 300.00 Einwohner*innen. Es gibt weitaus mehr Schafe als Menschen! Rund 60% der Bevölkerung leben übrigens in oder nahe der Hauptstadt Reykjavík.

9. Friede, Freude, Island

Schon seit 2008 ist Island offiziell das friedlichste Land der Welt. Das sagt jedenfalls der Global Peace Index. Die Polizei hat hier nur selten etwas zu tun. Wie sicher sich die Isländer*innen in ihrer Heimat fühlen, sieht man zum Beispiel daran, dass Eltern ihren Kinderwagen samt Kind einfach vor der Tür stehenlassen, wenn sie in ein Café gehen. Die Kleinen sind (in Sichtweite) an der frischen Luft und die Großen können sich entspannt unterhalten. Leckeren Kaffee und Musik haben auch wir für Euch: am 15.11. beim Espresso-Konzert!

10. „Aurora borealis“

… lautet der Fachbegriff für eines der schönsten Naturphänomene der Welt –  die Nordlichter. Sie entstehen, wenn Sonnenpartikel ins Magnetfeld der Erde eintreten und als schillernde Lichter in Grün-, Rot- oder Blautönen den Nachthimmel erleuchten. Dank der geografischen Lage Islands bieten die Nordlichter dort abseits der Städte regelmäßig einen atemberaubenden Anblick. Den perfekten Sound zum Nordlicht liefert Anna Þorvaldsdóttirs „Aeriality“, gespielt vom Iceland Symphony Orchestra am 17.11. Außerdem dabei ist Artist in Residence Víkingur Ólafsson, der ein für ihn komponiertes Werk von Daníel Bjarnason mitbringt.

11. Fernsehfreier Donnerstag

Bis in die 1970er Jahre konnten Isländer*innen nur mittwochs und freitags Fernsehen gucken. Bis 1983 blieb außerdem den ganzen Juli über der Bildschirm schwarz wegen Sendepause. 1986 reduzierte sich das Digital Detox-Programm dann auf Donnerstag als einzig fernsehfreiem Tag – und perfektem Termin für den Konzertbesuch! Deshalb fängt auch unser Islandfest schon am Donnerstag an.

Wenn Ihr jetzt Fernweh bekommen habt: kommt vom 14. Bis 17.11. zu unserem Islandfest „Sounds of Iceland“ ins Konzerthaus und lasst Euch von uns in den hohen Norden entführen!

von Fiona Hamon und Luisa Aha

Und wenn Ihr jetzt richtig Fernweh bekommen habt:

Für die ganz Reiselustigen verlosen wir gemeinsam mit Icelandair und Reykjavík Excursions noch bis zum 17.11.2019 eine dreitägige Reise nach Reykjavík! Mitmachen könnt ihr hier!