Allgemein, Konzerthausorchester

Konzerthaus 2.0: unsere Digitale Ausstellung

Ihr wollt endlich mal mitten im Orchester stehen und dem Dirigenten über die Schulter schauen? Unser Konzerthaus in Ruhe von allen Seiten betrachten? Oder hören, wie die Einzelstimmen eines Streichquartetts klingen? Das geht ab sofort in unserer Digitalen Ausstellung im Vestibül. Wir stellen euch die einzelnen Stationen vor.

Ein digitales Streichquartett

Das Highlight unserer Digitalen Ausstellung ist das weltweit erste Virtuelle Quartett: Haltet ihr ein Tablet oder Smartphone auf die vier Spielkarten, erscheinen dort dank Augmented Reality die Musiker des Konzerthaus Quartetts und spielen den Anfang von Franz Schuberts „Der Tod und das Mädchen“. Ihr könnt aber nicht nur alle vier Musiker gemeinsam anhören, sondern auch einzelne Karten wegnehmen. Interessant, wie ein Streichquartett ohne Erste Geige oder Cello klingt!

Ganz nah dran an Iván Fischer!

Vielleicht kennt ihr bereits unser erstes 360° Video und habt unsere VR-Brille schon ausprobiert. Mit der neuen Brille nehmt ihr ab sofort sogar an vier verschiedenen Positionen auf und vor der Bühne im Großen Saal Platz. Damit erlebt ihr Iván Fischer beim Dirigieren von Felix Mendelssohn Bartholdys 4. Sinfonie („Italienische“) hautnah. Der Clou: nicht nur das Bildmaterial wurde in 360° aufgenommen, sondern auch der Ton – ihr sitzt also wirklich „mittendrin“! Iván Fischer hat die Anwendung übrigens auch schon ausprobiert:

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Noch mehr Virtuelles Konzerthaus

Neben unserer VR-Brille und dem Virtuellen Quartett könnt ihr in der Digitalen Ausstellung außerdem mit unserem Augmented-Reality Spiel herausfinden, wie gut ihr euch im Sinfonieorchester auskennt oder eine digitale Zeitreise in die spannende Geschichte unseres Hauses unternehmen. Oder ihr werft mit Hilfe unseres 3D-Modells einen ausführlichen Blick auf die Architektur des Konzerthaus Gebäudes. Hier könnt ihr das Ganze schon mal ausprobieren:

Eine für alle

Ob ihr schon seit der Grundschule Tablets benutzt oder euch eure Enkelkinder neulich erst das Smartphone eingerichtet haben – unsere Ausstellung ist für alle Altersklassen gleichermaßen interessant. Und für eventuelle Fragen stehen euch unsere Ehrenamtlichen jederzeit zur Verfügung. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, das alles auszuprobieren: Unsere Digitale Ausstellung im Vestibül ist zwischen März und Oktober in der Regel täglich von 11.00–18.00 Uhr über die Freitreppe erreichbar. Der Eintritt ist frei.

Konzerthaus Berlin - Digitale Ausstellung

Schubert auf dem Küchentisch

Und falls ihr es doch nicht in unsere Ausstellung schafft: Einen Teil der Anwendungen, wie zum Beispiel das Virtuelle Quartett, könnt ihr euch ganz bequem nach Hause holen. Ladet einfach unsere App „Konzerthaus Plus“ im Google Play Store oder bei iTunes herunter und druckt euch das passende Downloadpaket aus. Schon spielen die vier auch auf eurem Küchentisch, Sofa oder Balkon…

 

Das Projekt „Virtuelles Konzerthaus“

Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin entwickelt das Konzerthaus seit August 2016 innovative Vermittlungskonzepte für klassische Musik im digitalen Raum. Die Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf dem Eintauchen in virtuelle Welten, Virtual Reality (VR), und zum anderen auf der Erweiterung der Realität durch virtuelle Elemente, sogenannte Augmented Reality (AR). Das Projekt „Virtuelles Konzerthaus“ wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).

von Luisa Aha

Fotocredit: Pablo Castagnola (Titelbild, Besucher Digitale Ausstellung), Luisa Aha (Iván Fischer mit VR-Brille), Albrecht Sensch (Virtuelles Quartett)