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Makeover für die Königin

Orgel – Die Königin der Instrumente. Warum? Multitasking! Denn ein Organist spielt nicht nur mit beiden Händen, sondern auch mit seinen Füßen. Das verlangt ein Höchstmaß an Koordination und Rhythmusgefühl und sieht so aus:

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Dieses komplexe Instrument sollte man sich mal genauer anschauen. Hilfe haben wir uns bei Dr. Dietmar Hiller geholt. Seines Zeichens Dramaturg am Konzerthaus und absoluter Orgel-Enthusiast. Eigentlich wollten wir ihn nur kurz fragen, was für Restaurierungsarbeiten an der Jehmlich-Orgel im Großen Saal anstehen. Seine Antwort fiel dann etwas länger aus, wie an unseren Notizen zu erkennen ist:

Ein echter Enthusiast eben! Die Kurzform: Eine Orgel benötigt in der Regel nach ca. 20 Jahren eine Generalüberholung. Nach über 30 Jahren sind die Arbeiten an der Jehmlich-Orgel im Konzerthaus also längst überfällig. Die Sanierung der Orgel, die technische Erneuerungen sowie eine klangliche Aufarbeitung umfasst, wird auf vier Jahre verteilt. Geplant sind eine Erneuerung der Elektrik und der beiden Spieltische, eine Sanierung der Prospektpfeifen sowie eine Generalreinigung. Die Arbeiten an der Jehmlich-Orgel, dem Herzstück des Hauses, dienen somit einer Modernisierung entsprechend dem heutigen Standard, der Arbeitserleichterung für Spieler sowie der Werterhaltung. So sieht es zurzeit übrigens in der Orgel aus: Ihr könnt Euch in diesem 360°-Foto und der Bildergalerie genauer umschauen.

Die Orgel als Soloinstrument könnt Ihr vor Beginn der Arbeiten zuletzt am Pfingstmontag, den 05. Juni hören. Michael Schöch spielt Werke von Bach, Schmidt, Messiaen und Duruflé. Ab dem 12. Juni beginnt dann die Sanierung. Wie die Orgel dann ab der nächsten Saison klingt? Hoffentlich nicht so:

 

Die Sanierung der Jehmlich-Orgel finanziert die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH aus Mitteln des Landes Berlin.